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Man will es kaum glauben, aber das Gedicht ist aktuell und lebendig. Dafür sorgte gerade in den letzten Wochen und Monaten die Jugend weltweit. Durch Rap, HipHop, Pop und Rock wird die Musikszene und somit die Lyrik vollkommen neu beschrieben. Was einst der Minnesang für den Adel und die Meistersänger fürs Volk darboten, erlebt sich heutzutage in der kompletten Bandbreite der Musikszene Land auf und Land ab.
Das Gedicht ist für jedes Alter und jeden Geschmack erklärbar. Kinder lieben es ebenso wie ältere Generationen. Die Thematiken sind multikulturell und somit im Detail verständlich. Es ist den Menschen dadurch gegeben, persönliche Stilrichtungen auszuwählen und schätzen zu lernen.
Die Dichtung ist einzigartig, denn sie kann mit wenigen Worten große Gefühle auslösen. Zudem kann sie unterhalten, nachdenklich stimmen oder aber Freude vermitteln. Gedichte besitzen Mystik und direkte Klarheit in sich. Alles Gründe, warum der Respekt der Menschen und somit die Wertschätzung der Kunst das Gedicht am Leben erhalten.
Das Gedicht wird die Zukunft bestimmen, wenn die Gegenwart längst Vergangenheit ist. Dann aber war es Zeitzeuge und wird auch diese Phasen in existenzieller Erinnerung behalten lassen. Letztendlich ist es rein durch Gedichte möglich, die Geschichte der Menschheit zu erzählen und deren Gedankengut zu rekonstruieren.
Gedichtart
Gedichtarten wurden im Laufe der Jahrhunderte viele entwickelt. Wichtige Hauptkategorien stellen sicherlich die Reime - Verse, die Strophen, das Lied und internationale Dichtformen dar. Einzelne Gedichtarten können übergreifend eingeordnet werden, da sie in irgendeiner Kombinationsform geschrieben sind.
Der Vers klingt in seiner Wortwahl rhythmisch, ebenso wie der Reim. Deshalb ist er sehr beliebt beim Leser, da er auch leicht zu merken ist. Dies spricht wiederum nicht nur die Kinder an, sondern nahezu alle Altersgruppierungen. Innerhalb dieser Gruppe ist auch der Humor stark vertreten - z.B. Klapphornverse, Limericks, Wirtinnenverse, usw. Der Refrain des Liedes wird ebenfalls gerne als Vers bezeichnet.
Die Strophe kann ein komplettes Gedicht meinen, aber auch nur einen ausgewählten Absatz. Sie findet sich ebenfalls im Reim und im Lied wieder. Als Strophen werden beispielsweise Distichons, Haikuns, Terzinen, Setsinen, Kanzonen, Sonetts, etc. sowie die speziellen Strophen (z.B. Sapphische Strophe) beschrieben.
Das Lied ist immer volkstümlich, egal in welcher Stilrichtung es gesungen wird. Die Worte eines Liedes entsprechen dem Gedicht, die Melodie ist die Vertonung der selben. A Cappella definiert die ursprünglichste Form, in dem rein durch die menschliche Stimme ein Lied interpretiert wird.
Gedichtthematik
Ein Gedicht beschäftigt sich in der Regel ausschließlich mit einer einzelnen Begebenheit oder einer bestimmten Thematik. Dem entsprechend werden Dichtungen teilweise danach benannt - z.B. Liebe - Liebesgedicht, Natur - Naturlyrik, Kinder - Kindergedicht, usw.
Mittels der Thematiken werden Situationen des Lebens direkt angesprochen. Findet sich der Lesende darin wieder, kann das Gedicht äußerst emotional aufgefasst werden. Klassische Beispiele dabei sind die Liebe, die Trauer, die Freude, das Leid, etc. Je nach Gefühlslage kann das Gedicht dann positive oder negative Reaktionen auslösen.
Zeitgenössische Gedichte behandeln die Weltpolitik. Hierbei werden Themen, wie die Umwelt, Kriege, Drogen, usw. aufgezeigt. Sie sind meist mit provozierendem Inhalt, damit sie genügend Gehör finden. Vor allem innerhalb der globalen Studentenbewegungen werden diese Gedichte diskutiert und verbreitet.
Die Sortierung nach Themen erleichtert es dem Leser, ein Gedicht nach eigenen Vorstellungen auszuwählen. Sei es im Fachbuchhandel oder über das Internet. Deshalb werden auch Sammelbände zumeist nach Themen, ansonsten nach Autoren, zusammen gestellt.
Berühmte Dichter und Werke
Berühmte Dichter gab es auf der ganzen Welt. Den größten Einfluss auf die Dichtung aber nahmen überwiegend deutsche Dichter und Denker. Ihre Dichtkunst wurde auf allen Kontinenten gelesen und verstanden. Und auch heute noch sind sie in den Schulunterrichten, Universitäten, Theatern, usw. zuhause und lebendig.
Denkt man dabei an Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Friedrich Schiller, Rainer Maria Rilke, Friedrich Hölderlin, Theodor Storm, Eduard Mörike, Erich Kästner, Erich Fried und viele, viele mehr. An internationalen Berühmtheiten sind William Shakespeare, Dante Alighieri, Edgar Allan Poe, Thomas Eliot, Michelangelo, König David, Sappho und Horaz zu nennen.
Beeindruckende Werke, die ihre Zeit weit überdauerten sind unter anderem der Erlkönig, die Glocke, Ilmenau, der Rabe, die schlesischen Weber, der Knabe im Moor, die Liebenden, der Panther, usw.
Sammelbände von Rilke oder Brecht erleben gerade einen wahren Boom, was die Absatzzahlen der Verlage bestätigen. Rilke-Lesungen und Brecht-Aufführungen sind allerorts zu bestaunen und werden von einem durchwegs begeisterten Publikum gefeiert. Und selbst im TV sind Aktivitäten in diese Richtung immer öfters vertreten.
Gedichte - Historie
Gedichte sind seit vielen tausend Jahren Begleiter der Menschen. Sie haben sich mit allen nachfolgenden Zeitabschnitten entwickelt und ständig verändert. Zahlreiche Dokumentationen erzählen hierzu die passende Geschichte. Bereits vor Christi Geburt wurden Gedichte geschrieben. Werke des ägyptischen Pharao Echnaton belegen dies eindeutig.
Schon die alten Griechen, Römer und Perser haben zuerst mündlich und später in Schriftform auf Pergament, Blättern oder in Stein gemeißelt ihre Dichtkunst verfasst. Das mündliche Gedicht ging einst mit Gesang und Instrumentalisierung einher. Die Dichtung als Kunst erfasst und beschrieben hat dann knapp 350 Jahre v. Chr. der berühmte griechische Philosoph Aristoteles.
Vor allem im Mittelalter sowie im 19. Jahrhundert erlebte das Gedicht seinen absoluten Höhepunkt. Die Thematik wurde genauer betrachtet und beschrieben, klar definierte Gedichtformen traten in den Vordergrund. Und bis heute hielt dieser Trend an. Moderne Gedichte werden durch den Rap-Gesang, das Volkslied und aktuelle Gegenwartsdichtung angeboten.
Poetische Klassifizierung
Die Poetische Klassifizierung unterteilt sich in die Lyrik, die Epik und die Dramatik. Alle Gattungen können gleichermaßen Gefühle auslösen und den Lesenden in seinem Innersten berühren. Emotionale Spannung, tiefe Traurigkeit, ein Mitleiden mit einzeln dargestellten Figuren, magische Momente und einiges mehr gehört zum kompletten Genre. Es ist die wahre Kunst eines Dichters, möglichst viele Leser mit seinem Werk zu erreichen.
Die Lyrik entspricht dem Gedicht. Sie kann als älteste und ausdrucksstärkste Poetik beziffert werden. Innerhalb der Lyrik ist auch das Lied angesiedelt, die wohl leidenschaftlichste Gefühlsäußerung menschlicher Relevanz. Gedichte können zum Nachdenken Anregen, Trauer bekämpfen, Freude bereiten, Liebe empfinden lassen und vieles mehr.
Die Epik findet ihre Namensgebung im griechischen Wort “Epos”, das für das Wort steht. Epikwerke sind erzählend, langatmiger als Gedichte und im Detail ausgeschmückt. Bekannte Epikarten sind der Roman, Novellen, Geschichten, Sagen, Parabeln und dergleichen.
Die Dramatik hat ihr zuhause vorzugsweise im Theater gefunden. Dort sind die Aufführungen dramatischer Werke in Akten und einzelnen Szenen perfektioniert vorzufinden. Erst durch das Schauspiel können die imposanten Worte der Dramatik ihrem Publikum in Vollkommenheit präsentiert werden. Tragödien, Melodramen, Tragikkomödien, Kriminalstücke, die Oper und einige mehr sind der Dramatik zuzuordnen.
Interpretation
Die Interpretation eines Gedichtes ist durch den Dichter selbst sicherlich am intensivsten. Dann ist aber nur eine Darbietung gegenwärtiger Werke möglich. Die alten Meister aber finden sich ebenfalls sehr würdevoll in Vorlesungen, teilweise von bekannten Schauspielern, wieder. Zumal ein Abend mit Gedichten unter Theaterhaus-Atmosphäre äußerst stimmungsvoll verlaufen kann.
Eine Art Ersatz für eine Lesung stellt das Hörbuch dar. Es ist der Trend des 21. Jahrhunderts und findet einen positiven Zuspruch bei den Interessierten. Mobile Speicherträger, wie die CD und DVD, finden dabei ihren produktiven Einsatz.
Aber auch durch angepasste Graphiken, Musik und Fotokunst kann ein Gedicht interpretiert werden. Dies offenbarte der Fachbuchhandel gerade in den letzten Jahren mit neuartigen Sammelbänden. Hierbei wurden meist ausgewählte Thematiken behandelt, damit sie überdies als Geschenk verkäuflich sind. Zum Beispiel Gedichtbände ausschließlich mit Liebesgedichten, Freundschaftsgedichten, Naturlyrik, Kindergedichten, usw.
Eine sehr gängige Form der privaten Interpretation ist das Verlesen eines Gedichts zu einem bestimmten Anlass. Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, etc. ermöglichen dafür einen passenden Rahmen. Ebenfalls kann das Gedicht als Geschenk (z.B. gerahmt, Inhalt einer Glückwunschkarte, etc.) aufbereitet werden und somit eine nochmals andersartige Interpretation erlangen.
Gedichte & Medien
Will ein Dichter sein Werk der Öffentlichkeit präsentieren, kann er den Weg über die direkte Darbietung, einen Verlag oder die Eigenpublikation wählen. Persönliche Darbietungen kommen bei bestimmten Anlässen und Feierlichkeiten in Frage, können aber auch inszenierte Vorlesungen sein.
Verlage nehmen Gedichte kaum mehr auf, da unzählige Sammelwerke bereits existieren. Zumal sich gezeigt hat, dass Verkaufzahlen ausschließlich mit Rilke, Brecht und Goethe zu erzielen sind. Ab und an kommen besondere Darbietungen in Kombination mit aufwendiger Graphik oder Fotokunst in Frage.
Der selbständige Verlag ist relativ kostenintensiv, kann aber mit ein wenig Geschäftssinn Erfolg versprechend sein. Momentan ist ein Trend zum Hörbuch erkennbar, der wiederum durch die Verlage angenommen wurde. Wobei selbst dazu oftmals ausschließlich berühmte Werke ihren Einsatz finden.
Immer öfters finden neue Medien auch im Sektor Gedichte ihren wirkungsvollen Einsatz. Allen voran das Internet und seine unzähligen Möglichkeiten. Die Veröffentlichung ist unproblematisch und zügig. Die Ware kann kostenfrei oder gegen Bezahlung angeboten werden. Mittels freigegebenem Download oder im E-Mail-Versand kann eine einfache Übergabe der individuellen Zeilen erfolgen.
Wer eine eigene Kreation bzw. Schöpfung, beispielsweise für ein Liebesgedicht oder ein Unternehmen, in Auftrag gibt, legt natürlich auf ein Unikat wert. Dies ist ebenfalls über das Internet unkompliziert erhältlich. Die dazugehörige Auswahl wird über Suchmaschinen gefiltert und anschließend recherchiert. Sicherlich lässt sich auf diesem Weg für jeden Geschmack und Anlass das passende Gedicht finden.
Zitate & Sprüche
Ein weiteres Feld der Dichtung sind Zitate und Sprüche. Sie können entweder Teil eines Gedichtes, z.B. eine Strophe sein. Oder aber sie sind eigenständige Aussagen. Viele Zitate stammen nicht aus der Feder von Dichtern, sondern oftmals von Politikern, Künstlern, Theologen, Wissenschaftlern und dergleichen.
Wichtig zu wissen ist es, dass beim Zitat immer eine Quellangabe gemacht werden muss. Unterschieden wird zudem nach kompletten Werken (Großzitate), nach Kleinzitaten, die Teile einer Veröffentlichung oder eine gemachte Aussage darstellen sowie nach Sonderformen (z.B. Bildzitat, Liedzitat, usw.). Zitate stellen unter anderem die Weisheiten des Lebens dar und sind vielfach in der Bibel zu finden.
Sprüche sind dem Gedicht sehr ähnlich. Denken wir rein an den Trinkspruch, der über mehrere Zeilen verfügen kann und wie ein Gedicht klingt. Die Sprüche werden zudem ebenfalls nach Themen und Anlässen sortiert. Diese sind wiederum dem Gedicht gleichzusetzen, z.B. Jubiläum, Hochzeit, Geburtstag oder aber Glück, Abschied, Dankbarkeit, etc. Berühmte Sprüche stellen die Bauernregeln dar.
Lieder
Lieder, egal welcher Stilrichtung, sind vertonte Gedichte. Es besteht aus mehreren Strophen sowie dem Refrain, der sich nach den einzelnen Strophen wiederholt. Lieder können sich als Volkslied, Ballade, Sprechgesang, a Cappella, etc. präsentieren. Entweder werden sie dabei von einem Solisten vorgetragen, einer kleineren Gruppe, einem Chor, einem Duo, etc. Die musikalische Begleitung erfolgt ebenfalls mittels Solisten, Bands, Orchestern, etc.
Das Gedicht erlebte jüngst durch den Rap einen völlig neuen, wenngleich auch andersartigen Aufschwung. Die Jugend wendet sich wieder der Lyrik zu, erkennt ihre Werte. Ein erneuter Beweis, dass die Dichtung ihren Fortbestand nicht zu fürchten braucht.
Lieder stellen in der modernen Zeit das größte Potenzial der Dichtkunst. Sie finden innerhalb jeder Altersschicht ihren Zuspruch. Hauptkategorien stellen die Oper, die Operette, das Musical sowie das Kirchenlied innerhalb der klassischen Musik und der Schlager, das Volkslied, Rockmusik, Popmusik, Rapgesang, HipHop-Musik, Chansons, etc. im Bereich der volkstümlichen Musik dar.
Fazit
Der Ursprung der Dichtung ist nicht mehr nachzuvollziehen. Man kann aber davon ausgehen, dass sie die Menschen seit deren Gedenken begleiten. Beweise hierzu fand man bereits im 14. Jahrhundert vor Christus. Und bis zum aktuellen Tag ist die Begeisterung für das Gedicht ungebrochen.
Ein Gedicht kann, muss aber seinen Leser nicht erreichen. Gelang es einem Dichter, möglichst viele Menschen durch seine Zeilen zu verzaubern, kann er als Meister seines Fachs bezeichnet werden. Nicht umsonst werden Goethe, Schiller, Rilke, Brecht & Co. noch heute nachhaltig durch ein immenses Publikum verehrt.
Gedichte stellen eine kurze Zusammenfassung einer bestimmten Thematik dar. Sie enthalten klare Aussagen, magische Lösungen oder aber auch einfachen Zuspruch im Schmerz. Mittels einem Gedicht kann eine persönliche Lebenssituation beschrieben sein. Es kann zum Leitmotiv mutieren.
Die Vielfalt der Gedichte ist einer der wichtigsten Aspekte für den Erfolg. Denn im komplett betrachteten Genre lässt sich wirklich für jeden Geschmack die passende Dichtung finden. Zugleich faszinieren die zahlreichen Kombinationsmöglichkeit, die Gedichte untereinander ermöglichen. Deshalb sollten sich auch heute noch die Menschen an das Schreiben eines Gedichtes ohne Scheu heranwagen. Und sei es nur, um damit einem anderen, meist nahe stehenden Menschen eine Freude zu bereiten.